Sonntag, 11. Dezember 2016

Weihnachten im Wald, eine Klanggeschichte.



Weihnachten im Wald,
eine Klanggeschichte für 3-4 jährige
von Gundula Geck-Grantz
Erzähler Kinder mit Instrumenten
Als der Weihnachtsmann am Weihnachtsabend allen Kindern Geschenke gebracht hat, fährt er mit seinem Schlitten zum Wald. Die Kinder läuten Schellenstäbe und Schellenkränze.
Er lässt den Schlitten vor dem Wald stehen und stapft durch den Schnee in den Wald hinein. Mit weichen Schlägern oder Händen Trommeln im langsamen Schritttempo schlagen
Er bleibt stehen als 2 Hasen aus den Büschen gehoppelt kommen. Die Hasen schnuppern und fragen:“ Lieber Weihnachtsmann, hast du uns etwas mitgebracht“? Mit Klanghölzern das Hoppeln spielen
Der Weihnachtsmann öffnet seinen Sack an dem kleine Glöckchen hängen, und holt einen Bund leckere Möhren heraus. Er legt sie den Hasen hin. Schellenstäbe spielen
Als die Hasen fressen geht der Weihnachtsmann weiter in den Wald hinein. Trommeln im Schritttempo schlagen.
Zwei Rehe treten aus den Bäumen auf den Weg. Sie fragen den Weihnachtsmann:“ Hast du uns auch etwas mitgebracht“? Mit Klanghölzern Schritte spielen
Der Weihnachtsmann öffnet seinen Sack und holt einen Arm voller Heu heraus. Er legt das Heu auf die Erde. Schellenstäbe spielen
Als die Rehe fressen geht der Weihnachtsmann weiter durch den Wald. Trommeln im Schritttempo schlagen.
Von einem Baum springen ihm 2 Eichhörnchen auf die Schulter und flüstern:“Lieber Weihnachtsmann, hast du uns auch etwas mitgebracht“? Triangel oder Klanghölzer spielen die Eichhörnchen.
Der Weihnachtsmann öffnet seinen Sack und holt ein paar Nüsse heraus. Die Eichhörnchen nehmen die Nüsse und verschwinden wieder. Schellenstäbe spielen
Der Weihnachtsmann geht weiter durch den Wald. Trommeln im Schritttempo schlagen.
2 Vögel setzen sich auf seine Mütze und piepsen:“Lieber Weihnachtsmann, hast du uns auch etwas mitgebracht“? Triangel spielen
Der Weihnachtsmann öffnet seinen Sack und holt eine Hand voll Körner heraus. Die Vögel picken die Körner von der Hand und fliegen wieder weg. Schellenstäbe spielen
Dann geht der Weihnachtsmann wieder aus dem Wald heraus, steigt in seinen Schlitten und fährt weg. Schellenstäbe und Schellenkränze
Zum Schluss singen alle zusammen ein bekanntes Weihnachtslied und begleiten es mit den Instrumenten.

Donnerstag, 10. November 2016

Der Nikolaus

Nikolaustag ist nicht mehr lange hin. Deshalb gibt es ein neues Gedicht, daß man auch spielen und nach einer einfachen Melodie singen kann.
  Der Nikolaus ist da
von Gundula Geck-Grantz


 Horch nur draussen vor dem Haus,
stapft herum der Nikolaus.
Auf dem Rücken huckepack,
trägt er einen Sack.
Refr.: Jajajaja, der Nikolaus ist da
 Jajajaja der Nikolaus ist da

Er hält an vor meinem Haus,
packt aus seinem Sack was aus.
steckt es in die Stiefel rein,
das wird morgen fein.
 Refr.:Jajajaja der Nikolaus ist da
 Jajajaja der Nikolaus ist da

Werd ich dann am Morgen wach
schau ich vor der Türe nach,
und zu meiner Freude sind
viele Sachen drin.
Refr.: Jajajaja der Nikolaus war da
 Jajajaja der Nikolaus war da

Dienstag, 8. November 2016

Warum wird der Apfel braun?

Einheimisches Superfood

Als Kind habe ich braune Schnittstellen am Apfel eklig gefunden. Das wird heute vielen Kindern wohl genauso gehen. Aber das Braunwerden des gesunden Obstes hat natürlich auch einen Grund.
Äpfel enthalten natürliche Polyphenole . Diese Enzyme sind entzündungehemmend, können freie Radikale im Körper unschädlich machen und sind deshalb sehr gesund. Diese Polyphenole sind aber auch schuld daran daß der Apfel braun wird nachdem man ihn angeschnitten hat. Sie reagieren mit dem Sauerstoff an der Luft und oxidieren. Der Apfel will so seine Wunde verschließen. 
Das könnnen wir verhindern indem wir angeschnittene Äpfel kurz in Zitronensaftwasser tauchen. Doof für den Apfel, gut für uns.

Alte Apfelsorten enthalten viel mehr Polyphenole als neue Sorten. Das macht sie schneller braun aber auch sehr viel gesünder als die neu gezüchteten Sorten. Hätte ich das als Kind gewusst, wäre bestimmt kein Apfel vor mir sicher gewesen. Glaube ich.
Alte Sorten die man heute noch im Handel bekommt sind u.a. Braeburn, Cox Orange, roter Boskop und Schöner aus Boskop. Wenn ihr euch einen neuen Apfelbaum in den Garten pflanzen möchtet schaut doch mal auf den Seiten des Nabu nach alten Apfelsorten.  https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/streuobst/sorten/00435.html

Menschen mit Birkenpollenallergie haben oft eine Kreuzallergie und vertragen keine rohen Äpfel. Doch Allergiker können alte Apfelsorten besser vertragen als die polyphenolarmen Neuzüchtungen.
Besonders interessant aber auch reich an Antioxidantien sind Züchtungen mit rotem Fruchtfleisch. 
Um Kindern Äpfel interessanter zu machen, kann man gemeinsam mit ihnen verschiedene Apfelspeisen ganz einfach zubereiten. 

Apfelstrudel
Ein Apfelstrudel aus Blätterteig geht besonders schnell. Blätterteig als Rolle bekommt man im Handel. Äpfel werden kleingeschnitten und mit Rosinen, Nüssen und Zucker gemischt.  Im Backofen auf 200 Grad Ober/Unterhitze ist er dann in 35 Minuten fertig.

Apfelmus 
Wenn man Apfelmus sofort essen möchte kann man die rohen Apfel in einer Küchenmaschine mit einem Spitzer Zitronensaft und Agavendicksaft zu einem Rohkostapfelmus verarbeiten.
Möchte man das Apfelmus auf Vorrat herstellen kocht man die geschnittenen Äpfel mit Zucker, püriert sie und füllt sie heiß in Einmach- oder Twist-off Gläser. Wenn man sie im Backofen sterilisiert, hat man einen Wintervorrat.

Apfelsaft
Apfelsaft aus den eigenen Äpfeln herstellen, kann man im Dampfentsafter oder in Mostereien. Eine Liste findet ihr auch beim Nabu.
 https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/streuobst/service-und-adressen/05812.html


Ein Fingerspiel zum Apfel findet ihr bei mir auf dem Blog:
  https://klapperdose.blogspot.de/2016/10/apfelspielgedicht.html

Am gesündesten ist das frische Obst. Das kann man für Kinder mit einem Spiel interessant machen. Ihr schneidet 5 Apfelschnitze und legt sie auf einen Teller. Den stellt ihr in die Mitte auf den Tisch. Zwingt kein Kind Apfel zu essen, dadurch entwickelt es eher Abscheu. Versucht es lieber mit eigenem Vorbild und esst selber viele Äpfel. Ladet die Kinder ein zu probieren.

Fünf Äpfel
Text und Spielidee: Gundula Geck-Grantz
 
Fünf Äpfel liegen auf dem Tisch,
ganz saftig, lecker und frisch.
Kommt der Michel angerannt
futtert einen Apfel so schnell er kann.


Vier Äpfel liegen auf dem Tisch,
ganz saftig, lecker und frisch.
Kommt der Sam angerannt
futtert einen Apfel so schnell er kann.


Drei Äpfel liegen auf dem Tisch,
ganz saftig, lecker und frisch.
Kommt die Lisa angerannt
futtert einen Apfel so schnell sie kann.


Zwei Äpfel liegen auf dem Tisch,
ganz saftig, lecker und frisch.
Kommt die Valerie angerannt
futtert einen Apfel so schnell sie kann.


Ein Apfel liegt auf dem Tisch,
ganz saftig, lecker und frisch.
Kommt der Ahmet angerannt
futtert den Apfel so schnell er kann.

 
Kein Apfel liegt mehr auf dem Tisch,
ganz lecker, gelb und frisch.

Sonntag, 30. Oktober 2016

10 Fledermäuse Fingerspiel

10 Fledermäuse Fingerspiel
von Gundula Geck-Grantz



10 Fledermäuse werden in der Nacht ganz munter.
(Finger fliegen(zappeln) wie Fledermäuse)
sie fliegen zu den Wolken hoch, und kommen wieder runter.
(Finger fliegen hoch und runter)
sie hängen sich an einen Zweig und ruhen dort kurz aus,
(Finger nach unten hängen lassen)
und fliegen plötzlich wieder in die Nacht hinaus.
(Finger fliegen hoch) 
Sie haben großen Hunger und alle fliegen nun
(Fínger flattern wild herum) 
zum jagen ganz weit runter ohne auszuruhn.
Finger flattern hinunter bis zu den Füßen)
10 Fledermäuse fliegen in den Baum hinauf,
(Finger flattern langsam hoch zum Baum)
und hängen sich schmatzend kopfüber auf.
(Finger wieder nach unten hängen lassen, schmatzen)
Dann kommt der erste Sonnenstrahl, die Kirchenuhr schlägt 4.
( 4 Mal "Dong" machen)
Die Fledermäuse fliegen in ihr Nachtquartier.
 (Flattern und dann die Hände mit den Fingern nach unten an den Seiten des Oberkörpers hängen lassen)
Dort schlafen sie am Tag, doch in der nächsten Nacht,
sind alle Fledermäuse wieder aufgewacht. 
(Die Hände werden wach und zappeln wieder, das Spiel fängt von vorn an.)

Freitag, 28. Oktober 2016

10 kleine Igelkinder

 10 kleine Igelkinder
von René Anders
mit frdl. Genehmigung

Es ist mitten in der Nacht,
aber gerade ist jemand aufgewacht!
(Fäuste nach vorne gestreckt)
10 kleine Igelkinder wachen langsam auf,
erst 1,dann 2, dass 3, ......dann 10
(nacheinander Finger aus der Faust öffnen)
10 kleine Igelkinder trippeln durch den Garten,
bis sie dann ein kurzes Stück im Nachbarsgarten warten!
(trippeln auf den Schoß zum Nachbarn)
10 kleine Igelkinder trippeln schnell zurück,
jetzt gibts was zu essen, hmmm was für ein Glück!
(zurück trippeln) 
10 kleine Igelkinder sind am schmatzen und schlürfen,
und sie freuen sich weil Igelkinder so was nun mal dürfen!
(Finger ahmen Essen nach, schmatzen)  
10 kleine Igelkinder toben wild herum,
gehn langsam in ihren Bau hinein und fallen darin um!
(Finger trippeln in der Luft, dann Hände in den Schoß fallen lassen)
Und 10 kleine Igelkinder schlafen langsam wieder ein,
erst 1, dann 2, dann 3....dann 10!
( Finger nacheinander wieder zur Faust legen)
Geflüstert:Könnt ihr sie schnarchen hören?
( Fäuste an die Ohren legen)

  © René Anders

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Schneemännerspiel

Schneemännerspiel
von Gundula Geck-Grantz

5 Schneemänner standen im Schnee,
den ganzen Winter lang.

Doch kam der erste Sonnenstrahl,
da wurde ihnen Angst und Bang.

Den Ersten hatte die Sonne gleich erwischt,
doch weglaufen konnte der Schneemann nicht.

Der Zweite musste niesen, wie dumm
und plumps fiel er langsam um.

Der Dritte träumte von kaltem Eis,
doch schmolz ihn die Sonne viel zu heiß.

Der Vierte hatte eine Karottennase,
die fraß nun ein kleiner Hase.

Der mit der Mütze hatte sich gut versteckt,
doch hat ihn die Sonne trotzdem entdeckt. 

Und zum Schluss blieb ausser der Mütze
nur eine Riesen Pfütze.

Das Spiel können Kinder mit verteilten Rollen spielen (Schneemänner, Sonne Hase). Du kannst aber auch Schneemänner für die Hand basteln oder es einfach mit den Fingern spielen. Die Sonne ist dann die andere Hand und tippt die Schneemänner an, die umfallen sollen.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Wissenswertes über Märchen

Rotkäppchen und ihre Kappe/ Cappa.
Die rote Kappe, nach dem Rotkäppchen benannt wurde, wird in modernen Märchen immer als rote Mütze abgebildet.
Richtig ist jedoch daß die Kappe eine Cappa (Capa) war. Die Cappa war ein Reisgewand, daß kreisförmig oder auch viereckig war, und ein Schlupfloch für den Kopf hatte. Die Länge variierte von hüftlang bis bodenlang, je nach  Wohlstand und Ansehen der Person. An dieser Cappa konnte auch eine Kapuze angebracht sein.

Bekannt ist diese Cappa auch aus der Sage des Martin von Tours, der seinen Mantel (die Cappa) teilte. Dieser Mantel gehörte nach seinem Tod zum Kronschatz der fränkischen Könige und reiste mit ihnen. Die Cappa wurde von einem Geistlichen begleitet. Diese Männer nannte man deshalb Kapellan. Die kleinen Kirchenräume,in denen die Kapellane wirkten hießen Kapellen.

Dornröschens Spinnrad:
Das Spinnrad war bei uns damals noch nicht bekannt. Die Menschen spannen zu Röschens Zeit ihre Garne mit einer Handspindel.
Diese Spindel konnte beim Spinnen auch auf und ab hüpfen, wie es im Märchen beschrieben wird. Denkbar ist daß diese Spindel mit einer Metallspitze ausgestattet war. An einem Spinnrad kann man sich zwar verletzen aber nicht stechen. 

Im Märchen Frau Holle 
spinnt sich die Goldmarie die Finger blutig. Sie hat wahrscheinlich Leinen oder sehr grobe Wolle mit der Handspindel gesponnen. Das Rohmaterial ist sehr kratzig gewesen. Eine zarte Mädchenhand kann dabei schon verletzt werden. Diese Spindel ist dann auch in den Brunnen gefallen.

Schneewittchen und die sieben Zwerge.
Bergwerkstollen waren früher sehr niedrig und schmal. Um dort arbeiten zu können musste man klein sein. Wahrscheinlich arbeiteten dort Kinder, die durch die harte Arbeit, der schlechten Ernährung und dem fehlenden Licht dann kleinwüchsig blieben und nicht sehr alt wurden. Um den Kopf zu schützen trugen die Bergleute Kappen aus dickem Filz. Daraus entstand dann das Märchen, von den im Berg arbeitenden Zwergen, mit den spitzen Mützen.

Montag, 24. Oktober 2016

Zahlen im Märchen

Ich bin seit ich denken kann ein Märchenfan. Ob Buch Film, modern oder traditionell. Märchen sind für mich immer schon eine Möglichkeit gewesen aus dem Alltag abzutauchen. Klar habe ich auch eine DVD von "drei Nüsse für Aschenbrödel" zuhause. Und wenn im Fernsehen Märchen kommen mache ich es mir mit einer Tasse Mocca vor dem Fernsehen gemütlich. Auch Märchen erzählt bekommen mag ich sehr. Vielleicht mögt ihr Märchen auch so sehr wie ich? Ich habe mich mal auf eine Reise ins Märchenland begeben um interessante Infos darüber zusammenzutragen.
Der erste Teil fängt an mit der Magie der Zahlen.
Es gibt Zahlen die im Märchen immer wiederkehren. Das hat natürlich auch Gründe. Die liegen oft verborgen in uralten Naturreligionen und Aberglauben. In alten Zeiten konnte man sich viele Dinge die um uns herum sind nicht erklären. Das ist heute anders, aber tief in uns schlummert immer noch der frühe Mensch.
Es gibt sicher noch viel mehr Beispiele. Vielleicht fallen euch noch welche ein und ihr schreibt sie in die Kommentare.

Die Zahl 3
  • Es werden immer 3 Rätsel oder Prüfungen an den Freier der Königstochter gestellt.
  • 3 Wünsche hat man frei wenn man eine verwunschene Lampe findet oder wenn man einer Fee hilft. Allerdings wünscht sich niemand als dritten Wunsch unendlich viele Wünsche.
  • 3 Mal muss man sich drehen um eine Zauberreise anzutreten  beim Zauberer von OZ
  • 3 Brüder gehen auf eine Reise. Tischlein deck dich
  •  3 goldene Haare des Teufels muss ein Bursch stehlen, um die Königstochter zu bekommen.
  •  3 Aufgaben muss das tapfere Schneiderlein erledigen, bevor er die Königstochter heiraten und das Königreich bekommen kann.
  • 3 Mal versucht die böse Königin Schneewittchen zu ermorden.
  • 3 Kleider bekommt Aschenputtel mit denen sie auf 3 Bälle geht bevor der Prinz sie heiraten kann. 
  • 3 mal muss die Müllerstochter Stroh zu Gold spinnen.
  • 3 mal kommt das Rumpelstilzchen um das Kind der Königin zu holen.
  • die 3 Federn wirft der König in die Luft um seine Söhne auf Brautschau zu schicken 
Die Zahl 7
  • eine Gruppe von Freunden oder Geschwistern die einen Fluch besiegen oder ein Abenteuer erleben. Z.B. der Wolf und die 7 Geißlein, die 7 Raben, 
  • Das tapfere Schneiderlein besiegt "7 auf einen Streich" 
  • Schneewittchen trifft die 7 Zwerge erst, nachdem sie die 7 Berge erklommen hat.
  • Hans im Glück erhält seinen Lohn für 7 Jahre Arbeit. 
  • die sieben Schwaben kämpfen mit einem Hasen
  • Sieben Meilen Stiefel trägt der gestiefelte Kater
Die Zahl 12
  • 12 Feen werden zu Dornröschens Taufe eingeladen
  •  Die zwölf faulen Knechte erzählen sich Lügengeschichten
Die Unglückszahl 13
  • die 13. Fee wurde nicht eingeladen und verwünschte Dornröschen
Die Zahl 6
  • die 6 Schwäne sind verzaubert worden.
  •  Sechse kommen durch die ganze Welt
  • Die sechs Diener helfen dem Königsohn.
100 als allgemeiner Wert für eine sehr lange Zeit
  • 100 Jahre lang schläft Dornröschen.

Montag, 17. Oktober 2016

Winterfingerspiel

 Liebe Klapperdosenleser,
es sieht zwar noch nicht danach aus, aber der Winter ist nicht mehr weit. In einigen Gegenden wird es sicher noch kalt werden, dann passt dieses Fingerspiel vielleicht.

Winterfingerspiel 
von Gundula Geck-Grantz
 

Fünf Brüder wollen in den Wald,

doch draussen ist es bitterkalt. (frieren mit überkreuzten Armen andeuten)

Der erste nimmt eine riesige Mütze mit,

die hat ihm die Mutter gestrickt. (Mütze auf den Kopf ziehen, stricken andeuten)

Dem zweiten ist der Schal viel zu lang,

dem wird davon Angst und bang. (Langen Schal zeigen und um den Hals wickeln andeuten)

Dem dritten sind die Stiefel viel zu groß,

der fragt, wie laufe ich damit bloß. (Füße in die Stiefel stecken und Kopf schütteln)

Der vierte hat im Mantel ein Riesenloch,(Loch zeigen)

der sagt schnell, das stopfe ich noch. (Nähen andeuten)

Der fünfte, der Kleinste, gar nicht dumm,

der dreht gleich wieder um. ( Kopf schütteln und an die Schläfe tippen)

Da bleiben alle Zuhause sitzen

hören den Wind durch die Fensterritzen.

Mit Gebraus und Gesaus,

pustet er wild um das Haus. (alle Kinder pusten)

und nun ist die Geschichte aus.

Die Bewegungen sind nur ein Vorschlag. ihr könnt euch auch was anderes ausdenken. Vielleicht mögt ihr eure Bewegungsideen dafür in die Kommentare schreiben.


Samstag, 15. Oktober 2016

Giftpflanzen in der Weihnachtszeit



Weihnachten ist nicht mehr weit und damit auch die Zeit Häuser und Zimmer weihnachtlich herauszuputzen. Doch Vorsicht im Kindergarten, Krippe oder Haushalten mit Kleinkindern . Viele Pflanzen mit denen wir unsere Zimmer schmücken sind giftig. Kinder reagieren auf Giftstoffe viel sensibler als Erwachsene.

Umfassende Broschüren bekommt ihr beim Giftinformationszentrum-Nord. 
http://www.giz-nord.de/cms/index.php/infomaterial/61-broschueren-zu-pflanzenvergiftungen.html


Die häufigsten Giftpflanzen, die in der Weihnachtszeit verwendet werden, stelle ich euch hier kurz vor:

  • Efeu- in allen Teilen (Blüten,Blätter, Früchte) giftig
  • Weihnachtsstern- die Giftigkeit variiert je nach Art. Zuchtsorten sind heute nicht mehr giftig. Da Weihnachtssterne aber stark gespritzt sind ist die Verwendung in Einrichtungen und Haushalten mit kleinen Kindern nicht zu empfehlen.
  • Eibe- stark giftig in Nadeln Samenkern und Holz und Rinde.
  • Alpenveilchen.- die ganze Pflanze ist stark giftig.
  • Kirschlorbeer- alle Pflanzenteile sind stark giftig
  • Christrose/Nieswurz- Alle Sorten sind stark giftig 
  • Buchsbaum- alle Teile sind giftig
  • Stechpalme-Blätter und Beeren stark giftig 
  • Thuja/Lebensbaum giftig und kann Hautreizungen beim schneiden hervorrufen.
Es geht hier nur um Pflanzen die in der Weihnachtszeit als Dekoration oder Zimmerpflanze verwendet werden. Sollte ich Pflanzen hier nicht genannt haben  könnt ihr mir eine Mail schreiben. Ich ergänze dann die Liste. Es gibt noch viel mehr giftige Pflanzen die evt auf euren Spielplätzen oder in euren Gruppen-/Funktionsräumen vorhanden sein können. Informationen darüber könnt ihr unter anderem auf den Seiten des Giftinformationszentrums bekommen.

Sollte der Verdacht einer Vergiftung bestehen, scheut euch nicht einen Rettungswagen zu rufen. Gebt den Rettungssanitätern am besten die betreffende Giftpflanze mit. Das gilt auch bei Vergiftungen durch chemische oder biologische Putzmittel o.ä..


Freitag, 14. Oktober 2016

Geschichten frei erzählen

Im Kindergarten gibt es einige Kinder die zwischendurch zu mir kommen und mich bitten eine Geschichte zu erzählen. Sie dürfen sich dann aussuchen von wem die Geschichte handeln soll und was in der Geschichte vorkommen soll. 
Häufig dabei sind: Ritter, Prinzessin, Einhörner, Pferde,ein Schloß, eine Burg, neuerdings auch Trecker und Vampire, Wenn ich anfange zu erzählen, können die Kinder auch noch die Namen der Personen bestimmen. 
Dann fabulieren wir drauflos. Dabei sind schon einige Märchen und Geschichten entstanden. Wichtig sind den Kindern immer bestimmte Gesetzmäßigkeiten die ich aber auch gern mal auf den Kopf stelle.
Dabei sind Geschichten vom kleinen Drachen entstanden. Der Drache ist so klein wie eine Wespe. Da man ihn kaum sieht konnte ihn kein Ritter besiegen und er lebt munter im Wald in einer kleinen Höhle. In dem gleichen Wald lebt auch das Einhorn daß guten Menschen mit der Zauberkraft in seinem Horn hilft. Eine andere Person der Vampir der kein Blut mag und nur Blutorangensaft trinkt. 
Eine Regel ist daß es nur eine Geschichte am Tag gibt. Wenn die Geschichte kurz ist auch mal zwei kurze Geschichten. Wenn mir eine Geschichte zuhause noch einfällt dann schreibe ich sie auf.
Eine der Geschichten die ich aufgeschrieben habe ist die vom kleinen und vom großen Hans.


 
Der große und der kleine Hans

Erzähl mir eine Geschichte, forderte Till. „Wer soll in der Geschichte vorkommen?“ fragte ich ihn. Bevor Till antworten konnte schränkte ich ein: „Aber kein Feuerdrache“ „Doch ein Feuerdrache mit roter Haut und riesigen Augen,“ wünschte sich Till. Ich seufzte,“ und was noch?“
Das kannst du dir selber aussuchen,“ erlaubte er mir gnädig. Ich schüttelte den Kopf: „Nein das wäre zu einfach, du musst dir schon selbst was überlegen.“ Nach einigem Hin und Her bekam ich die Vorgabe: „ Ein kleiner Ritter soll darin vorkommen.“ Das hörte sich schon mal gut an. „Und wie soll der Ritter heißen?“ bohrte ich nach. „Hans oder Heinz, schlug mein Zuhörer vor. Ich suchte mir Hans aus und begann. „ Es war einmal ein kleiner Ritter der hieß Hans. Hans wohnte auf einer großen Burg in einem großen dunklen Wald. Auf der Burg wohnte auch sein Vater, der auch Hans hieß. Auch der große Hans war Ritter. Seine Mutter war ein Burgfräulein und hieß Kunigunde.“ Neben mir kicherte Till. Ich nutzte die Gelegenheit um zu überlegen wie es weitergehen sollte. „Weiter,“ hörte ich eine Stimme neben mir fordernd. „Der kleine Hans hatte auch ein Pferd.“ Neben mir meldete sich Till: „Der große Hans hat ein großes Pferd und der kleine Hans hat ein kleines Pferd:“ Ich nickte: „Genau, ein kleines und ein großes Ross. Und auf denen ritten sie durch den großen dunklen Wald. Sie ritten sehr lange bis der Wald aufhörte. Danach kam ein Gebirge dass sie überquerten. Sie ritten sieben Berge hoch und sieben Berge wieder runter. Nach den Bergen kamen sie an eine Schlucht. Da sie keine Brücke die über die Schlucht fanden ritten sie am Rand der Schlucht entlang. Nicht lange danach kamen sie in ein Dorf. Die Menschen in dem Dorf hatten sich in ihre Häuser versteckt. Auf den Straßen war kein Mensch zu sehen. Erst als sie an den Brunnen in der Dorfmitte kamen stand dort eine Frau. 'Gute Frau,' begann der große Hans, 'warum verstecken sich die Menschen in ihren Häusern?'. Da erzählte ihnen die Frau von dem riesigen Drachen der in der Schlucht hauste. Der würde alles verbrennen was ihm in die Nähe kam. Andere Dorfbewohner hatten sich mittlerweile aus ihren Häusern getraut und kamen zum Brunnen. Alle redeten durcheinander. Sie baten Hans und Hans um Hilfe und versprachen ihnen eine Belohnung wenn sie ihnen helfen würden. So ritten die beiden Ritter los und kamen bald zum Eingang der Drachenschlucht. Schon am Anfang der Schlucht sahen sie überall verbrannte Bäume. Langsam ritten sie weiter. Als ihre Pferde scheuten und sich weigerten weiterzugehen, gingen sie zu Fuß weiter. Bald kamen sie an einen Höhleneingang. Die Steinwände waren schwarz verkohlt und es roch nach Rauch. In der Höhle schlief ein großer Drache. Kleine Rauchwölkchen stießen beim Schnarchen aus seinem Mund. Der kleine Hans stolperte und gleich öffnete der Drache seine Augen. 'Was wollt ihr kleinen Menschen von mir?' Dröhnte die Stimme des Drachen durch die Höhle. Hans und Hans waren wie versteinert stehengeblieben. Von einem sprechenden Drachen hatten sie noch nie etwas gehört. Allerdings hatten sie bisher sowieso noch keinen Drachen gesehen oder von einem gehört. Sie hörten ein Glucksen und der Drache stöhnte laut: 'Au diese Magenschmerzen.' Und gleich darauf spie er eine lange Flamme an ihnen vorbei in die Schlucht. Sie hatten sich schnell hinter einen Felsvorsprung geduckt, trotzdem spürten sie die Hitze. Als alles wieder ruhig war traute sich der kleine Hans hinter dem Felsen vor und fragte den Drachen: „ Warum spuckst du denn immer Feuer? Die Menschen im Dorf haben große Angst dass du ihre Häuser verbrennst. Der Drache seufzte: 'Aber ich will ja gar kein Feuer speien. Kein Tier traut sich mehr zu mir und ich bin so einsam. Aber diese Magenschmerzen und das Glucksen wenn das kommt muss ich immer Feuer spucken.' Hans und Hans versprachen dem Drachen ihm zu helfen wenn sie konnten und ritten wieder ins Dorf. Sie erzählten den Menschen dort, was den Drachen quälte, und die Leute schickten die beiden Ritter zu einer Kräuterfrau. Die Kräuterfrau kochte dem Drachen einen Riesenkessel voller Magenmedizin. Die beiden Hänse beluden einen Karren mit dem Kessel und reisten wieder zurück zum Drachen. Sie gaben dem Drachen die Medizin zu trinken und warteten. Kein Glucksen war mehr zu hören. Der Drache war geheilt und freute sich so sehr dass er den beiden einen Sack mit Schätzen gab, die er in seiner Höhle gefunden hatte. Sie luden die Schätze auf den Karren und kehrten ins Dorf zurück. Dort teilten sie die Schätze mit den Dorfbewohnern und alle feierten ein großes Fest, bevor Hans und Hans am nächsten Tag wieder über die sieben Berge und durch den dunklen Wald nach Hause ritten.' Ich schwieg, dann meldete Till sich zu Wort. „Noch eine Geschichte,“ forderte er. „Nur eine Geschichte am Tag haben wir ausgemacht, erinnerte ich ihn. Dann ging er wieder spielen.

 © Gundula Geck-Grantz


Donnerstag, 13. Oktober 2016

Fingerapfel Anleitung zum Apfelspielgedicht

Obwohl ich kaum Basteltalent besitze habe ich ein Tutorial für den Fingerapfel gemacht. Erstmal habe ich die Fingeräpfel nur aus Pappe gemacht. Ausprobiert habe ich sie heute schon mit Kindern. Die Kinder wollten ihren Apfel gleich behalten. Ich werde wohl morgen in den sauren Pappapfel beißen und Äpfel mit einigen Kindern basteln. Genug gelabert, hier kommt das Tutorial.



 Du brauchst Kleber, Schere, sowie rote, grüne und braune Pappreste.
Auf die rote Pappe malst du 2 Apfelumrisse, auf die grüne Pappe malst du 2 Blätter und auf die braune Pappe einen Stiel. Das bekommst du sicher hin.

Das schneidest du alles aus.
#

Klebe den Stiel in die eine Apfelhälfte.
 Verteile Kleber nur an die Seiten der Apfelhälften. 
!Nimm weniger Kleber als ich!

Nun klebe die Apfelhälften zusammen und tupfe 
einen Kleks Kleber für das Blatt auf eine Seite.

Auf beide Seiten ein Blatt kleben.
 Die Blätter sollten übereinanderliegen.


Das ganze macht ihr nun 5 Mal. die untere Öffnung könnt ihr 
mit einem Bleistift etwas weiten damit euer Finger hinein passt.

Ich wünsche euch gutes Gelingen wenn ihr die Äpfel basteln mögt.
Vielleicht schickt ihr mir ein Bild eurer Fingeräpfel. Ich mache dann einen Fingerapfelfoto-post. 
Die Fotos schickt ihr an:  donnerwetter@hotmail.com

*Bitte schickt keine Bilder mit Kita-Kindern. Die kann ich aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlichen.*

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Klanggeschichte Trecker mit Vokalpercussion

Ich kenne da so einen kleinen Kerl, dem ich immer Geschichten mit Treckern erzählen muss. Da es sicher noch mehr Kinder gibt, die sich für Trecker interessieren habe ich mal eine Klanggeschichte zum Trecker gemacht. Die Geschichte eignet sich auch gut zur Stimmgymnastik und Sprachförderung. 

Eric auf dem Trecker
Eine Klanggeschichte von Gundula Geck-Grantz

Eric ist ein Junge, der auf einem Bauernhof lebt. Am liebsten fährt er mit seinem Vater Thomas auf das Feld. Dann sitzt er auf dem Hochsitz neben seinem Vater und hört das Geräusch vom Trecker.
 "dicke Backen machen und Papapapapa (Treckergeräusch) sagen"

Sie fahren zusammen auf das Feld und Eric hilft seinem Vater, die Beregnung für die Kartoffeln umzusetzen. Das ist ganz schön schwer und beide sind danach ziemlich außer Puste. 
"mehrmals tief einatmen und schnaufen".

Manchmal fahren sie mit ihrem Trecker in den Wald.
"Vokal: papapapapa" 
Die Wege im Wald sind ganz schön ruckelig. Dann bindet Papa mit Eric eine Eisenkette an einen umgefallenen Baum und sie ziehen den Baum aus dem Wald
 "Cabasa oder Glöckchenstäbe (Eisenkette) spielen "und "Vokal: papapappapa".

Eines Tages wird es immer windiger, als sie im Wald arbeiten,
" pusten"
Sie beeilen sich, doch bald fängt es an zu regnen.  
"Rasseln oder tippen auf der Handtrommel"
Als sie fertig sind, fahren sie im Regen schnell nach Hause. 
"Vocal: schnell papapapapapapa".

Zu Hause kochen sie sich einen heißen Kakao. Der ist so heiß dass sie lange pusten müssen bis er kalt ist.
 "pusten mit spitzen Lippen".
Dann schlürfen sie ihren Kakao laut um die Wette.
 " laut schlürfen" 

Danach wird Eric von seinem Papa ins Bett gebracht. Nach der Gutenacht- Geschichte schläft Eric ein und träumt vom Treckerfahren.
Noch im Traum macht er leise das Geräusch vom Trecker nach.
Vocal, leise: "papapapapapapa",

Dienstag, 11. Oktober 2016

Rhythmikeinheit Wind Crescendo/ Decrescendo

 Kleine Rhythmikeinheit Wind / Crescendo/ Decrescendo
von Gundula Geck-Grantz
Im Herbst ist der Wind ein schönes Thema für Bewegung und Musik
Als Material  braucht ihr für jedes Kind mindestens ein Chiffontuch. Besser sind zwei. Ihr könnt bunte Tücher nehmen. Schöner sind Tücher in den Himmelsfarben grau, blau, weiß. Ausserdem benötigt ihr Xylophone oder Glockenspiele, sowie ein Melodieinstrument z.B. eine Flöte. Optimal ist es wenn die Instrumente pentatonisch gestimmt sind (z.B.  D,E,G,A,H). Beim musikalischen Improvisieren mit Kindern hört sich das einfach harmonischer an. Die Tücher liegen in der Mitte des Kreises in einem Korb.

Zur Einstimmung redet ihr über Wind. Was macht der Wind im Herbst mit den Bäumen? Wie kann man den Wind spüren?  Vielleicht habt ihr einen Spaziergang im Wind gemacht und die Kinder haben den Wind auf der Haut gespürt. Wir haben in der Stunde davor die erste Strophe von "der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da" mit Instrumenten und Tüchern gespielt. Dabei war der Wind das Hauptthema der Strophe.
Jedes Kind holt sich der Reihe nach ein oder zwei Tücher aus dem Korb. 

Nun improvisiert ihr auf der Flöte eine ruhige fliessende Melodie. Ihr könnt euch auch ein ruhiges Stück aussuchen und vorher üben.
Die Kinder können sich zur Musik mit den Tüchern wie der Wind bewegen. Ihr werdet lauter dann wieder leiser . Die Kinder können ihre Bewegungen der Musik anpassen. 
Nun stellt ihr die Xylophone auf und ein Teil der Kinder können auf den Xylophonen improvisieren. Die Kinder mit den Tüchern bewegen sich dazu. Zwischendurch können die Kinder tauschen, damit jedes Kind mal Xylophon spielen kann.

Zum Schluss können sich noch einmal alle Kinder zur Flöte bewegen und ihr spielt ganz langsam und leise, bis der Wind ganz aufhört und die Kinder sich mit den Tüchern hinlegen. Ihr geht herum und bedeckt jedes Kind mit seinen Tüchern. 
Als Ausklang könnt ihr nun eine Windgeschichte erzählen. Alternativ können die Kinder liegenbleiben solange sie mögen. Wer nicht mehr liegen mag legt sein Tuch leise in einen Korb und verlässt den Raum.

Diese Einheit ist nur eine Idee. Ihr könnt sie dem Alter und den Bedürfnissen der Kinder anpassen. Wichtig ist der Spaß an Musik und Tanz.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Apfelspielgedicht

Zu diesem Spielgedicht kannst du fünf Apfelfingerpuppen basteln,  nähen, häkeln oder stricken. Du steckst die Äpfel auf deine Finger und spielst das Gedicht damit. Die Kinder sind der Wind und pusten den Apfel vom Baum. Bei jeder Strophe fällt ein Apfel vom Finger. Das genannte Kind hebt einen Apfel auf und steckt ihn selber auf den Finger.




Fünf Äpfel hingen an einem Baum    
von Gundula Geck-Grantz

Fünf Äpfel hingen an einem Baum,
so hoch oben, man sah sie kaum.
Da kam der Nordwind mit Gebrause
machte dicke Backen und blies mit Gesause.
einen Apfel ins grüne Gras,
Emma hob den Apfel auf und nahm ihn mit nach Hause,

 Vier Äpfel hingen an einem Baum,
so hoch oben, man sah sie kaum.
Da kam der Ostwind mit Gebrause,
machte dicke Backen und blies mit Gesause.
Einen Apfel ins grüne Gras,
Frederik hob den Apfel auf und nahm ihn mit nach Hause,

 Drei Äpfel hingen an einem Baum,
so hoch oben, man sah sie kaum.
Da kam der Südwind mit Gebrause,
machte dicke Backen und blies mit Gesause.
Einen Apfel ins grüne Gras,
Lilli hob den Apfel auf und nahm ihn mit nach Hause,

Zwei Äpfel hingen an einem Baum,
so hoch oben, man sah sie kaum.
Da kam der Westwind mit Gebrause,
machte dicke Backen und blies mit Gesause.
Einen Apfel ins grüne Gras,
Esme hob den Apfel auf und nahm ihn mit nach Hause,

Ein Apfel hing an einem Baum,
so hoch oben, man sah ihn kaum.
Da kam der Herbstwind mit Gebrause,
machte dicke Backen und blies mit Gesause.
Den letzten Apfel ins grüne Gras,
Kian hob den Apfel auf und nahm ihn mit nach Hause,

Der Baum ist leer, die Geschichte ist aus,
unter der Wurzel wohnt eine Maus.
Die schläft jetzt ein, darum sei ganz leise.
Im Traumland geht die Maus auf eine Reise.




Mittwoch, 5. Oktober 2016

Eine gruselige Klanggeschichte

Eine gruselige Klanggeschichte
von Gundula Geck-Grantz
Für die Klanggeschichte könnt ihr mit den Kindern einen Bilderfries mit einem Wald malen. Dort könnt ihr die Symbole für die jeweiligen Instrumente entweder vorher, oder in Zusammenarbeit mit den Kindern einzeichnen. Alternativ könnt ihr einzelne Bilder mit den Symbolen gestalten und hochhalten. Als gruselige Untermalung kannst du ich einen beleuchteten Kürbis in die Mitte stellen. Die Geschichte ist eher für ältere Kindergartenkinder geeignet. 



Eine gruselige Klanggeschichte
In einem Haus am Rand des Waldes lebte Hans.
Eines Morgens im Herbst, wollte Hans in den Wald gehen um Tannenzapfen zu sammeln. Er brauchte die Zapfen um Feuer im Ofen zu machen. Er zog sich eine warme Jacke an, denn draussen war es schon kalt.


Langsam öffnete Hans die Tür. Die Tür knarrte laut. Er trat hinaus und schloß die knarrende Tür wieder. Guiro/ Zeichen: Zickzack
Langsam ging er den Weg entlang, in den Wald hinein.


Handtrommel/ Zeichen Fußabdrücke
  Bei jedem Schritt knackten Äste unter seinen Schuhen. Draussen war es nebelig und er konnte nur wenig sehen. Nebelschwaden waberten um die Bäume. Klanghölzer/ Symbol Schuhe

Zusatzmaterial: weisse Chiffontücher für Nebelschwaden
Hans hörte das Rascheln der Blätter die noch an den Bäumen hingen. Rasseln/ Symbol aufgeklebte Blätter
Vor ihm tauchte ein schiefes unheimliches Häuschen auf. Vielleicht wohnte eine Hexe darin? Er öffnete die Tür knarrend.
Das Haus war leer. Nur Spinnen hatten ihre Netze in alle Ecken gebaut.. Er drückte die knarrende Tür wieder zu.
Guiro/Symbol Zickzack
An der Regenrinne saß eine große Spinne. Sie kletterte an der Regenrinne herunter und wieder hoch. Xylophon/ Symbol Spinne
Er ging weiter in den Wald hinein, doch plötzlich erschrak er. Vor ihm wehte ein weißes Gespenst im Nebel herum. Huhuuuuu rufen/ Symbol Mund

Xylophon/ Symbol Gespenst
Hans wollte weglaufen aber da schien auf einmal die Sonne und der Nebel verschwand.
Das Gespenst war nur ein alter großer Lappen. Den hatte jemand im Wald an einen Baum geknotet .
Triangel, Symbol Sonne

Unter dem Baum lagen viele Zapfen im knisternden Laub und Martin sammelte einen ganzen Beutel voll. Rassel/ Symbol Blätter
Mit dem Beutel in der Hand lief Hans am Häuschen mit der knarrenden Tür vorbei Handtrommel/Symbol Fußabdrücke
Guiro/Symbol Zickzack
Unter seinen Füßen zerbrachen kleine Äste Klangholz/Symbol Schuh
Als er an seinem Haus ankam öffnete Hans die Tür, ging hinein und schloß die Tür wieder. Guiro/ Symbol Zickzack
Er zündete ein Feuer im Kamin an und hörte den prasselnden Tannenzapfen zu. Zeitung knistern / Feuer